Natur und Mensch

Unendlich wandelbar
zugleich beständig und groß
grenzenlos formenreich
und doch nur widerspruchslos
ist die Natur.
Es spiegelt ihr Reichtum sich
der Form und Bewegung
der Schönheit und Harmonie
 gesetzmäßiger Regung
im denkenden Menschen.

Vermessenheit und Stärke
in allem sich selbst getreu
auch der Krone ihrer Werke
spielt die Natur.
Es glaubt, es hofft, es sinnt
macht sich Illusionen,
verbittert der Wirklichkeit,
entfremdet den eignen Regionen
der irrende Mensch.

Objekt ihrer eigenen Kraft,
Bewegung und Gesetze
Notwendige Folge nur,
die niemand verletze
das ist die Natur.
Benutzend natures Macht,
Treu und Beständigkeit,
gelenket durch Geisteskraft
wirket in Raum und Zeit
der erkennende Mensch.

GB 10.3.1947


Nach dem 2.Weltkrieg noch in der Kriegsgefangenschaft
ist bei der Suche nach einer neuen Weltanschauung
dieses Gedicht entstanden.
Gerd Blankenstein